Calming Cap – Hilfe im Training mit Reaktiven Hunden

Nach der Suche nach immer neuen Möglichkeiten Training möglichst effektiv und schonend zu gestalten, habe ich mir nun ein paar Calming Caps besorgt! 
Nachdem ich den Einsatz live bei einem Ridebeck Rüden erleben durfte und einige Gespräche darüber geführt habe, wollte ich es nun mal selbst erleben, wie eingeschränkt ein Hund damit ist!
Snow mußte also her!
Snow, meine taube Borde Collie Hündin hat generell kein Aggression Problem, welches ich nicht handeln könnte! Sie kann sich in sehr vielen Situationen zur mir umorientieren und verläßt sich weitestgehend auf meine Führung. Wenn sie mal von Reizen überrascht wird, oder ich penne, bellt sie schon mal los, kann sich aber auch schnell wieder beruhigen!
Also eigentlich kein Fall für ein Calming Cap…
aber, wenn ich als Hundetrainer meinen Kunden helfen möchte, muß ich natürlich auch die Hilfsmittel kennen, die ich einsetze!
Ich wollte im Speziellen wissen, wie sehr schränk die visuelle Beeinträchtigung den Hund ein!
Umso besser, wenn der Hund taub ist, denn dann kann man das Hören aus Orientierungssinn ebenfalls aussschließen!
Snow an das Calming Cap zu gewöhnen ging relativ schnell! Das Ding Snow gezeigt, Marker – Futter!
Das Calming Cap über die Augen gelegt – Futter!
Das Calming Cap richtig über die Augen gezogen – Futter!
Dann Halsband um und Calming Cap angezogen! Die ersten Versuche von Snow, dass Cap wieder auszustreifen habe ich mit der Gabe von Futter unterbrochen, da ich noch nicht wußte, in wieweit die meiner Markersignale, erhobenere Daumen, wahrnehmen kann!
Dann ging ich ein paar Schritte weg und Snow folgte mir! ich änderte die Richtung, sie folge mir!
Ich gab Ihr das Sichtzeichen für Sitzen, sie setzte sich hin! Ich gabe ihr das Sichtzeichen für Hinlegen, sie legte sich, ich gabe Ihr ein Markersignal, Ihr Rute wedelte schneller! Und ich gab Ihr Futter!
Sie reagierte fast uneingeschränkt auf Sichtzeichen und Markersignal! Das „fast“ beschreibt eine leicht verzögerte Ausführung der Signale, aber ich denke, es war die ungewohnte Wahrnehmung, die sie vielleicht etwas abgelenkt hat!
Nach ca. 3 Minuten habe ich dann den Versuch abgebrochen!
Fazit: Der Hund kann durch das Calming Cap, zumindest im Nahbereich Signale, die durch Hände gegeben werden wahrnehmen und ausführen!
Die nächsten Tage weite ich dann die Versuche mal aus, ob die auch sehr feine Signale wie „geh schnüffeln“ und „guck dahin“ diskiminieren kann, denn diese Signale sind sich sehr ähnlich!
Dann drehe ich auch mal ein Video 🙂

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